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Rathaustürmchen in Wolgast: Sanierung steht an

Das Rathaustürmchen in Wolgast wird abgenommen und saniert, um es für die kommenden Jahre zu erhalten. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenden Erhaltungsprogramms.

13. Juni 2026
3 Min. Lesezeit

Ein Wahrzeichen unter Druck

Wolgast, eine beschauliche Stadt zwischen Usedom und dem Festland, kann mit einem ganz besonderen Bauwerk aufwarten: dem Rathaustürmchen. Dieses charmante, wenn auch wenig spektakuläre Türmchen ist nicht nur ein Teil des Stadtwappens, sondern auch ein Wahrzeichen, das tief in der Geschichte der Stadt verwurzelt ist. Als das Rathaus im Jahr 1893 erbaut wurde, schmückte es sich mit diesem kleinen, aber feinen Türmchen, das seither generationsübergreifend zum Stadtbild gehört. Die Abnahme und Sanierung des Rathaustürmchens kündigt sich nun als eine der notwendigen Maßnahmen an, um die bauliche Substanz zu bewahren und den Einwohnern die Möglichkeit zu geben, weiterhin durch die Stadt zu flanieren, ohne befürchten zu müssen, dass das Gewölbe auf sie hinabfällt.

Ursprung und Bedeutung

Das Rathaustürmchen wurde ins Leben gerufen als Teil eines ambitionierten städtebaulichen Projekts, das auch den Rest des Rathauses umfasste. Es war nicht nur ein Ort für die Stadtverwaltung, sondern ein Symbol für den Aufbruch und die Bürgerkultur der damaligen Zeit. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Türmchen einige Stürme überstanden - sowohl wörtlich als auch im übertragenen Sinne. Doch wie es bei vielen historischen Bauwerken der Fall ist, hinterlassen Zeit und Wetter ihre Spuren. Nun ist es höchste Zeit für eine Renovierung, die sowohl die Statik als auch die Ästhetik in den Blick nimmt. Der Gedanke, dass ein einmaliges Bauwerk verschwinden könnte, ist für viele Wolgaster unvorstellbar und wird nicht ohne bittersüße Nostalgie betrachtet.

Gegenwart und Ausblick

Aktuell befinden sich die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Sanierungskosten werden auf mehrere tausend Euro geschätzt, aber die Stadtverwaltung hat bereits signalisiert, dass dies eine Investition in die Zukunft ist. Die Sanierung soll dem historischen Charakter des Rathaustürmchens treu bleiben, während gleichzeitig moderne Techniken zum Einsatz kommen, um die Lebensdauer zu verlängern. Die Wolgaster Bevölkerung, die oft zwischen Bewahrung der Tradition und den Anforderungen der Moderne hin- und hergerissen ist, zeigt sich überwiegend optimistisch. Man fragt sich, ob auch die nächste Generation noch das altehrwürdige Türmchen bestaunen kann, ohne Angst vor dem Verfall zu haben.

Die Stadt hat bereits angekündigt, dass die Arbeiten voraussichtlich nicht länger als ein paar Monate in Anspruch nehmen sollten. In dieser Zeit wird das Rathaustürmchen abgenommen und vor Ort restauriert, was es den Bürgern ermöglicht, auch weiterhin ein Auge auf die Fortschritte zu werfen. Dabei wird die gute Nachbarschaft zwischen dem alten und dem neuen Wolgast auf die Probe gestellt.

Einige Anwohner zeigen sich jedoch skeptisch. „Hoffentlich wird nicht zu viel modernisiert“, sagt ein älterer Herr am Marktplatz, während er sein Kaffeekränzchen genießt. Viele befürchten, dass der Zauber des Alten mit den Jahren verloren gehen könnte.

Die Stadt plant, die Sanierung mit einem kleinen Festakt zu feiern, um die Bürger in die spannenden Geschehnisse um ihre Stadt einzubinden. Auf solche Gelegenheiten kann man sich in Wolgast bereits freuen, denn es mag zwar nicht das größte Bauprojekt der Region sein, doch das Rathaustürmchen hat eine geradezu magische Anziehungskraft. Wenn alles gut läuft, könnte es ein wunderbarer Anblick sein – ein frisch saniertes Türmchen, das in der Sonne glänzt, während sich die Einwohner in den Straßen versammeln, um diese Erneuerung zu zelebrieren.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sanierung entwickeln wird und ob die Wolgaster mit dem Ergebnis zufrieden sein werden. Das Rathaustürmchen hat schließlich nicht nur architektonische, sondern auch emotionale Wurzeln in der Stadt. Wenn es nach der Sanierung wieder auf dem Rathaus prangt, wird es den alten Glanz zurückbringen, den die Wolgaster so schmerzlich vermisst haben.