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Musik in ihrer reinsten Form: Manu Delago & Max ZT im Gespräch

Im Interview beleuchten Manu Delago und Max ZT ihre Musik und die Verbindung ihrer Instrumente. Zwei Künstler schaffen mit minimalistischen Mitteln beeindruckende Klänge.

7. Juli 2026
3 Min. Lesezeit

Ein schlichter Raum, durchzogen von warmem Licht. In der Mitte steht ein Tisch, auf dem zwei Instrumente ruhen: ein Hang Drum und ein Saiteninstrument, das einer alten Tradition entstammt. Manu Delago und Max ZT, beide Virtuosen auf ihren jeweiligen Instrumenten, sitzen einander gegenüber. Ihre Haltungen sind entspannt, und die Atmosphäre ist von Erwartung geprägt. Es ist der Raum, in dem Klänge geboren werden, die sich zwischen Traum und Realität bewegen – nicht mehr, nicht weniger. Hier, in diesem Moment, spiegelt sich ihre Philosophie wider: "Zwei Typen, zwei Instrumente – sonst nichts."

Diese nüchterne Selbstbeschreibung mag auf den ersten Blick einfach erscheinen, doch sie birgt eine tiefe Komplexität. In einer Welt, die oft mit Überfluss an Geräuschen und Eindrücken konfrontiert ist, setzen Delago und ZT auf das Wesentliche. Ihr kreativer Prozess ist geprägt von einem Streben nach Klarheit und Authentizität. Das Gespräch dreht sich nicht nur um Technik und Klang, sondern auch um die Philosophie hinter ihrer Kunst.

Klänge der Begegnung

Die beiden Musiker, die aus unterschiedlichen musikalischen Traditionen stammen, haben sich in der Welt der experimentellen Musik zusammengefunden. Manu Delago, bekannt für sein Hang Drum-Spielen, hat durch seine Zusammenarbeit mit internationalen Künstlern einen einzigartigen Stil entwickelt, der Elemente verschiedener Genres miteinander verbindet. Max ZT hingegen bringt die Klänge seiner Zither in die Moderne und verleiht ihnen eine neue Dimension.

Was ihre Musik besonders macht, ist die Art und Weise, wie sie die Instrumente nutzen. Sie kreieren eine Klanglandschaft, die sowohl intim als auch weitläufig wirkt. Durch die harmonische Interaktion ihrer Instrumente entsteht ein Dialog, der die Hörer in einen meditativen Zustand versetzt.

In den Gesprächen betonen beide Musiker die Bedeutung des Live-Erlebnisses. Sie sehen ihre Konzerte nicht nur als Aufführungen, sondern als Kommunikationsplattformen. „Es geht darum, in einen Raum zu treten und die Energie der Menschen wahrzunehmen“, erklärt Delago. „Es ist immer eine co-kreative Erfahrung.“

Minimalismus als Konzept

Im Laufe des Gesprächs wird deutlich, dass der Minimalismus nicht nur ihre Musik prägt, sondern auch ihren Lebensstil. "Wir konzentrieren uns darauf, was wir haben und was wir tun können, ohne Überfluss. Es ist eine Reduktion auf das Wesentliche", sagt ZT. Diese Philosophie spiegelt sich in ihrem Musikstil wider, der oft mit nur wenigen Klängen komplexe Emotionen ausdrücken kann.

Sie versuchen, mit wenigen Tönen und Rhythmen eine Tiefe zu erzeugen, die den Zuhörern Raum für eigene Interpretationen lässt. „Wir möchten, dass die Menschen einen Teil ihrer eigenen Geschichten in unsere Musik hineintragen“, ergänzt Delago. Ein Ansatz, der die Hörer dazu anregt, sich aktiv mit der Musik auseinanderzusetzen.

Dies führt zu einer einzigartigen Verbindung zwischen Künstlern und Publikum, die in der heutigen Zeit oft verloren geht. Die Musiker möchten einen Raum schaffen, in dem diese Verbindung wiederhergestellt werden kann, ohne Ablenkungen und überflüssigen Schnickschnack.

Die Zukunft der Zusammenarbeit

Das Interview entwickelt sich weiter in die Richtung der zukünftigen Projekte und Visionen. Obwohl sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, haben die beiden Musiker Pläne, ihre Klänge auf neue Arten zu experimentieren und zu erweitern. Dies könnte die Integration anderer Instrumente oder sogar die Zusammenarbeit mit Künstlern aus anderen Disziplinen umfassen.

„Die Möglichkeiten sind unendlich, solange wir offen für neue Ideen und Einflüsse bleiben“, sagt ZT. Diese Offenheit ist einer der Eckpfeiler ihrer kreativen Beziehung. Sie sind sich bewusst, dass die Kunst in einem ständigen Fluss ist und dass die Herausforderungen, die mit der sich verändernden Musikwelt einhergehen, auch Chancen darstellen.

Es stellt sich die Frage, wie sie in einer Zeit, in der digitale Klänge und Technologien dominieren, ihre essenzielle Herangehensweise bewahren können. Ihre Antwort darauf ist, dass der Kern ihrer Musik – die menschliche Verbindung und die Intention hinter dem Klang – unabhängig von technologischen Veränderungen bleibt.

Mit einem klaren Bekenntnis zur Authentizität in ihrer Musik und einem tiefen Verständnis für die Bedeutung des Zuhörers, bieten Delago und ZT eine Perspektive, die in der heutigen kulturellen Landschaft erfrischend ist. Es ist diese Mischung aus Tradition und Modernität, die ihre Musik zu etwas Außergewöhnlichem macht, während sie gleichzeitig ihre Wurzeln respektieren und weiterentwickeln. Ihre Kunst ist letztlich ein Dialog – zwischen ihnen, zwischen den Klängen und vor allem zwischen ihnen und ihrem Publikum.